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Emil Würmli

emil würmli Emil Würmli wurde am 3. März 1920 in Gommiswald geboren. Das Interesse an der Musik wurde ihm praktisch schon in die Wiege gelegt, denn sein Vater war Trompeter und dirigierte die Musikgesellschaft „Alpenrösli“ Gommiswald.
Mit 12 Jahren bekam er als Weihnachtsgeschenk eine alte diatonische Handorgel und später von einer Tante ein altes Harmonium. Ein pensionierter Schulmeister gab ihm ein paar Stunden und unterrichtete ihn im Notenlesen. Das Interesse des Buben lag aber mehr bei den Blasinstrumenten. Im Versteckten übte er auf Vaters Trompete. Später bekam er sein eigenes Instrument und konnte mit 15 Jahren als jüngstes Mitglied in der Dorfmusik mitspielen.
Emil Würmli erlernte den Beruf des Coiffeurs.
1940 absolvierte er als Trompeter die Rekrutenschule des Gebirgs-Schützenbatallions 8, dem er auch seine erste Komposition widmete. Da er damals in der Harmonielehre noch keine Erfahrung hatte, lies er diesen Marsch beim bekannten Komponisten Carl Friedemann instrumentieren. Der Titel „Marsch des Gebirgsschützen Batallion 8“ musste zuerst vom damaligen Kommandanten, Oberstleutnant Hans Fäh, bewilligt und die Melodie von Kirchenmusiker Oser begutachtet werden.
Nach der Rekrutenschule und zwischen den Aktivdienstzeiten spielte Emil als bläserische Stütze bei verschiedenen Musikgesellschaften seiner heimatlichen Umgebung mit.
Weitere musikalische Ausbildung genoss er bei Musikdirektor Franz Ingber. Während dieser Zeit absolvierte Emil Würmli die Unteroffiziersschule in Bern als Militärspielführer. 1944 wanderte Emil Würmli nach Liestal aus, wo er die Grenzwächter-Rekrutenschule besuchte. Sein erster Einsatz war in Basel am Grenzposten Lysbüchtel bei St. Louis. Den musikalischen Anschluss fand er hier bei der Stadtmusik Basel. Nach gut zwei Jahren wechselte er vom Zoll zur Polizei, wo er bis 1981 tätig war. Gleichzeitig fand auch der Wechsel von der Stadtmusik zur Polizeimusik statt, wo er von 1946 bis 1956 als Trompeter und Vizedirigent mitwirkte.
Im September 1945 heiratete Emil Würmli seine Lina Fürer von Jona.
In der Zeit von 1946 bis 1950 spielte Emil Würmli als Trompeter mit der Ländlerkapelle der Polizeimusik Basel, wobei mit dieser Formation seine erste Schallplattenaufnahme mit eigenen Kompositionen entstand. Unter anderem wurden aufgenommen: „Lineli-Walzer, Marsch der Ländlerkapelle der Pomuba, Uf em Seibi, Rhygass-Ländler, Dr Imbergässler, Uf dr Basler Pfalz“
In den Jahren 1956 bis 58 spielte er im Musikverein Riehen mit und von 1984 bis 86 in der Zollmusik, wo er auch als Vizedirigent wirkte. Bei der Musik der E.E. Zunft zu Webern hat Emil Würmli von 1946 bis 1972 die musikalischen Geschicke geleitet.
1975 leitete Emil Würmli die Blaskapelle Frohes Wiedersehen. Aus gesundheitlichen Gründen gab Emil Würmli den Dirigentenstock an Bruno Hossli weiter, blieb aber als Trompeter noch einige Jahre in der nun seit 1982 umbenannten Blaskapelle Rhybuebe.
Emil Würmli wurde 1982 von der Schallplattenfirma Tell-Rekord mit dem „Goldenen Tell“ und 1990 vom Schweizer Fernsehen mit dem „Prix Tell“ für seine erfolgreiche Komposition „Frohes Wiederseh’n“ und sein allgemeines musikalische Schaffen im volkstümlichen Blasmusikbereich ausgezeichnet.
Bis heute hat Emil Würmli über 140 Kompositionen erarbeitet. Sein grösster Erfolg gelang ihm 1956 mit dem Marsch „Frohes Wiederseh’n“, welcher noch heute mindestens einmal pro Woche am Radio (DRS1) zu hören ist.
Emil Würmli verstarb am 6. November 2007 im Alter von 87 Jahren.
Die Blaskapelle Rhybuebe wird Emil Würmli immer als besonderen Menschen, grossartigen Musiker und guten Freund in Erinnerung behalten.
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© 2010 - Rhybuebe